Der Staat ist fett, träge und bevormundend: Nur die Kettensäge kann Deutschland retten
Ein Beitrag von
Alexander KisslerDeutschland braucht die Kettensäge. Der deutsche Staat ist fett und unbeweglich geworden. Er ertrinkt im Steuerzahlergeld und hat doch nie genug. Er erklärt sich für immer mehr Felder zuständig und hat doch nie genug. Er mästet sich, während immer mehr Menschen um das Nötigste ringen.
Die Kettensäge ist ein Symbol. Sie steht für Zuversicht und Mut. Für die Zuversicht, dass der Mensch als freies Wesen verantwortlich handeln kann. Und für den Mut des Staates, den Bürgern diese Freiheit zuzutrauen. Beides wird in den Medien und der Politik verteufelt. Dort sitzen die Profiteure des fetten Staates und die Fans der Unfreiheit. Es braucht die Kettensäge, damit diese Pfründe endlich fallen.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Milei liefert, Merz nicht
Der argentinische Präsident Javier Milei hat mit der Kettensäge große Erfolge erzielt. Argentinien lag vor Milei so am Boden, wie nur ein sozialistisch geführtes Land liegen kann. Das Geld wurde schneller entwertet, als man es drucken konnte. Die Inflation bewegte sich Richtung 17.000 Prozent. Heute liegt sie bei rund 30 Prozent.
Milei hat den Staat beschnitten und die Freiheit entfesselt. In Deutschland verhält es sich umgekehrt. Milei hat über 50.000 staatliche Stellen abgebaut – und ein Staatsdefizit in einen Haushaltsüberschuss verwandelt. Die Exporte stiegen auf den Höchstwert im 21. Jahrhundert. Die Armutsrate sinkt. Die Kettensäge wirkt. Friedrich Merz lag wieder einmal daneben.
In Deutschland braucht es dringend eine Kettensäge – nicht nur bei den Staatsausgaben und der Staatsquote, sondern auch in der Migrationspolitik. Mit der Verschleuderung der Staatsbürgerschaft muss es ebenso ein Ende haben wie mit dem Bürgergeld für Ausländer. Der Staat darf das Geld der anderen nicht länger wie aus einem Füllhorn regnen lassen über Einheimische und Zugewanderte.
Der Staat muss dem Wahn abschwören, alles zu können und alles besser zu können. Es braucht viel weniger Staatsdiener. In einer Demokratie ist nämlich das Wohl des Volkes wichtiger als das Wohlergehen des Staates. Dessen Scheitern ist aktenkundig, und dieses Scheitern treibt das Land in den Niedergang.
Der Staat fesselt die Bürger
Ende 2025 war Deutschland erstmals europäischer Spitzenreiter bei den Sozialausgaben. Das ermittelte das Institut der deutschen Wirtschaft. Deutschland, hieß es damals, gebe mit 41 Prozent der Gesamtausgaben mehr Geld für die soziale Sicherung aus als alle anderen europäischen Staaten.
Steil nach oben gerichtet sind auch die Beitragssätze zur Sozialversicherung, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber entrichten. Sie könnten bis 2035 auf knapp 50 Prozent steigen. Der Staat fesselt seine Bürger, weil er keine Prioritäten setzt.
Deutsche Kompromisskultur
Im öffentlich-rechtlichen Erziehungsfernsehen warnt man dennoch vor der Kettensäge. Für Deutschland seien radikale Reformen nichts. Hier zähle der Kompromiss. Der kleine Wandel sei besser als der Radikalschlag. Hieß es Ende 2025 in der ARD-Sendung „Die 100“.
Die Vernarrtheit in den Kompromiss hat Deutschland schwach und träge gemacht. Der kleine Wandel ist der kleinste gemeinsame Nenner. Auf diesem Pfad moderiert die Bundesregierung den Niedergang, statt sich ihm entschlossen, ja radikal entgegenzustellen.
Ein verkrusteter Parteienstaat, ausufernde Sozialabgaben, Migration fast ohne Ausschaffung, die Staatsbürgerschaft als Ramschware: Das alles schadet Deutschland. Es braucht die Kettensäge.
Weitere Artikel zum Thema
Ursula von der Leyen ist Europas größter strategischer Fehler
Im Südwestrundfunk kämpft man gegen die AfD: Das entspricht nicht dem Programmauftrag
Unterwerfung? Deutschland islamisiert sich weiter
Linker Dünkel statt Reformen: ARD und ZDF arbeiten an ihrer Abschaffung
Baden-Württemberg hat eine Wahl, aber keine Auswahl: So geht betreute Demokratie
Was macht ein Wal im Dom? Die Kirchensteuerkirche will keine Kirche mehr sein
Ein Sieg für die AfD und die Demokratie: Ein solcher Verfassungsschutz ist überflüssig
Alexander Kissler
Autor
Artikel teilen
Kommentare