Ich schäme mich für unseren Kanzler – aus diesen fünf Gründen
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Ich schäme mich für unseren Kanzler. Friedrich Merz ist der Kanzler aller Deutschen, ob man ihn gewählt hat oder nicht. Er ist der wichtigste Politiker der Bundesrepublik. Jeder Kanzler ist eine Selbstaussage der Deutschen über sich selbst. Der gegenwärtige Amtsinhaber stellt uns Deutschen ein miserables Zeugnis aus.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Der Politiker Merz ist ein Mensch, von dem man hofft, er möge künftig schweigen, statt Unsinn zu reden und Unvernünftiges zu tun, statt die Deutschen zu beleidigen und das Land zum Gespött zu machen. Und darum, nur darum schäme ich mich für unseren Kanzler.
Ein einziger Egotrip
Ich ertrage den Kanzler Merz und dessen streitende Regierung seit über einem Jahr. Das neue Bündnis hatte nach dem Untergang der „Ampel“ eine Chance verdient. Schwarz und Rot haben diese Chance verspielt.
Hauptverantwortlich ist der Kanzler, in den sich Friedrich Merz nach seiner Wahl verpuppt hat. Vom ersten Tag an war Merz von einem einzigen Ehrgeiz getrieben: Die schwindsüchtige SPD so zu bespaßen, dass er, Merz, nicht das Kanzleramt verliert. Die Kanzlerschaft des Friedrich Merz ist – erstens – die Geschichte eines Egotrips. Merz hat das Amt, das er innehat, nicht verstanden. Nach Lage der Dinge wird er es nie begreifen.
Ökonomisches Desaster
Die Kanzlerschaft des Friedrich Merz ist – zweitens – ein ökonomisches Desaster. Der vermeintliche Kanzler der Wirtschaft hat von Wirtschaft keine Ahnung. Oder aber er handelt wider besseres Wissen. Das wäre noch schlimmer. Glaubt Merz wirklich, mit lächerlichen Mini-Maßnahmen wie dem Tankrabatt den Konsum anzukurbeln und die Betriebe stützen zu können?
Deutschlands ökonomischer Abwärtstrend ist hartnäckig. Es bräuchte eine Kettensäge, um all die Verkrustungen aufzubrechen. Merz hat nur Lutschpastillen im Angebot und Standpauken.
Ohne Impulskontrolle
Die Kanzlerschaft des Friedrich Merz ist – drittens – eine Chronik der entglittenen Impulskontrolle. Mal empört sich der Kanzler über die zu geringen Arbeitszeiten der Deutschen, mal über die Larmoyanz seiner Landsleute. Doch gab es je einen wehleidigeren Kanzler?
Er will nicht Pinocchio genannt werden. Er beklagt sich über das angeblich präzedenzlose Maß an Kritik, mit dem er zu kämpfen habe. Er will Klarnamen sehen im Internet. Er beleidigt die Amerikaner mal als gedemütigte Nation und mal als Land, in das man seine Kinder besser nicht schicke. Am losen Daherreden erkennt man den sauerländischen Elefanten im Porzellanladen der Weltpolitik.
Handwerkliche Katastrophe
Die Kanzlerschaft des Friedrich Merz ist – viertens – eine handwerkliche Katastrophe. Merz und sein Kabinett sind an der 1000-Euro-Entlastungsprämie gescheitert, die sie den Arbeitgebern aufbrummen wollten.
Merz und sein Kabinett legten mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz ein Gesetz vor, das praxisfern ist und „in weiten Teilen kaum verständlich“. So sagt es der Nationale Normenkontrollrat. Merz und seine Leute können es nicht. Sie sind Minderleister auf Chefsesseln.
Schneeflocke spielt Eisenfaust
Fünftens schließlich: Diese Kanzlerschaft organisiert die Spaltung. Die Zustimmungswerte sind historisch tief, weil die Bürger merken, dass sie nicht ernstgenommen werden. Familien und Arbeitnehmer sollen die Zeche zahlen für oftmals ausländische Bürgergeldbezieher.
Der Kanzler schwankt zwischen Großspurigkeit und Selbstgerechtigkeit. Er ist eine Schneeflocke, die Eisenfaust spielt. Er fordert, was ihm fehlt, von anderen ein: Verlässlichkeit, Berechenbarkeit, Kompetenz.
Diese Kanzlerschaft ist ein Egotrip, ein ökonomisches Desaster, eine entglittene Impulskontrolle, eine handwerkliche Katastrophe und ein sozialer Brandbeschleuniger. Sie stellt uns Deutschen ein schlechtes Zeugnis aus. Darum schäme ich mich für unseren Kanzler.
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