Karneval gegen Rechts: In der ZDF-Fastnacht brechen alle Dämme
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Alexander KisslerAuch an Karneval wird gegen Rechts gekämpft. Und Rechts ist in der Sicht der Büttenredner alles zwischen Friedrich Merz, Donald Trump und AfD. Fast vier Stunden dauerte die diesjährige Ausgabe von „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht.“
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Zu lachen hatten in der vom ZDF präsentierten Karnevalssitzung nur Linke – und natürlich die anwesenden Intendanten von ZDF, SWR und ARD. Sie feixten alle, als fade Witze alarmistisch vorgetragen wurden. „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, das war auch 2026 die Zentralversammlung der selbsterklärten Guten, die sich gegen abwesende Dritte verschworen hatte. Es war ein Hochfest der Einverstandenen.
Trump? Ein „Arsch“!
Im Fasching sollen die Mächtigen ihr Fett abbekommen. Insofern gibt es nichts dagegen einzuwenden, dass der mächtigste Politiker des Erdballs derbleckt wird. So nennt man in Bayern den Spott für die Großkopfeten. Wie aber wurde Donald Trump bei „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ aufs Korn genommen?
Ein Redner nannte den US-Präsidenten einen „Spinner“ und ein „vollgefressenes Alphamännchen“. Der nächste Karnevalist sprach von Trump als dem „Arsch“. Danach wurde Trump als „Vollidiot“ tituliert. Spinner, Arsch und Vollidiot: In Mainz ist Niveau, wenn man trotzdem lacht.
Brandmauer-Bekenntnisse überall
In Sachen AfD machen die Karnevalisten erst recht keine Gefangenen. Da ist kein Vergleich zu monströs, keine Hysterie zu groß. Es hatte den Eindruck, als würde reihum von jedem Büttenredner ein Bekenntnis verlangt. Anders ist die Monotonie der Anti-AfD-Versatzstücke kaum zu erklären.
Schon zu Beginn legte die sogenannte „Chefin des Protokolls“ ein Brandmauer-Bekenntnis ab. Es sollte sich wie ein roter Faden durch die Vorträge ziehen. In den Worten also der „Chefin des Protokolls“, dargestellt von Christina Grom:
In Rheinland-Pfalz rangiert die AfD bei 18 Prozent. Am 22. März wird der Mainzer Landtag neu gewählt. Allen AfD-Wählern sagen die Mainzer Karnevalisten: Ihr gehört nicht dazu. Ihr müsst draußen bleiben, wenn wir „unsere Demokratie“ spielen. Einmal mehr zeigt sich: Es sind Musterdemokraten im Bekenntnisrausch, die Demokratie nicht begriffen haben.
Ein linker „Zeitgeist“ schwadroniert
Mit der Protokoll-Chefin war der Ton gesetzt. Abweichungen waren nicht vorgesehen. Weiter ins linke Unterholz ging es mit Thomas Becker und dessen Bühnenfigur namens „Der Zeitgeist“.
Thomas Beckers „Zeitgeist“ ist der Geist der Vergangenheit, denn er weht von links. Während er den Grünen lobend attestiert, ihr Nachfrageproblem sei „schizophren“, ledert Becker gegen alles Konservative. Auch Kanzler Merz und die „Bild“-Zeitung sortiert Becker aus.
Drum merke auf, du Narrenschar – links ist gut, und links ist wahr!
Das ist alles nichts gegen den SPD-Kommunalpolitiker Andreas Schmitt in der Rolle des Obermessdieners. Mehrfach wird ein Tusch gespielt, der Applaus will nicht enden, die Meute der Guten erhebt sich. Und warum? Weil sie keine Abweichler duldet, wenn sie sich in 1933-Vergleiche hineinsteigert.
Ein SPD-Kommunalpolitiker warnt mit Blick auf die oppositionelle AfD vor einer nationalsozialistischen Machtergreifung. Die SPD stellt in Rheinland-Pfalz den Ministerpräsidenten. Ein solcher Karneval ist ein Geleitzug für die Mächtigen.
Um es reimend zu sagen: Hass und Hetze, ganz egal – denn es ist ja Karneval!
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Alexander Kissler
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