Der Deutschlandfunk kämpft mit Anti-AfD-Experten gegen die AfD: So parteiisch ist der Erziehungsfunk
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Alexander KisslerPlump gegen die AfD: Dieser Devise folgt der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Natürlich gibt es auch den legitimen Kommentar und die Analyse ohne Schaum vor dem Mund. Die Regel ist das nicht. Üblich ist der schrille Sound. Üblich ist die Panik. Ein besonders eindrückliches Beispiel lieferte nun der Deutschlandfunk. Eine Expertin, von deren SPD-Nähe die Zwangsbeitragszahler nichts erfuhren, steigerte sich in einen Furor hinein: Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten stellen, drohe letztlich eine Neuauflage des Dritten Reichs.
Die ganze Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Die Expertin fordert eine drakonische Einhaltung des Brandmauer-Gebots, auch im Kleinsten, um den Rückfall in den Faschismus zu verhindern. Wer solche Experten zu sich lädt und deren Hintergrund verschleiert, ist selbst Parteigänger. Der Deutschlandfunk kämpft gegen Deutschlands größte Opposition.
SPD-Umfeld wird ausgeblendet
Die Anti-AfD-Expertin durfte zur besten Sendezeit rund 13 Minuten reden. Das ist eine außergewöhnliche Länge zur Primetime nach den 8-Uhr-Nachrichten. Vorgestellt wurde die Anti-AfD-Expertin als Sozialpsychologin an der Hochschule Niederrhein. Das stimmt und ist doch nur die halbe Wahrheit.
Beate Küpper ist Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen. Mindestens genauso wichtig aber ist Küppers SPD-Umfeld, das der Deutschlandfunk ausblendete. Küpper ist Studienautorin bei der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Küpper nahm am Debattenkonvent der SPD teil. Und Küpper gehört zum „Team“ des ebenfalls SPD-nahen „Progressiven Zentrums“, das unter anderem von SPD-Minister Boris Pistorius gefördert wird.
Druckbetankung zum Nachteil der Demokratie
Der Deutschlandfunk ließ sein Publikum über all das im Unklaren. Eine Frau mit klar sozialdemokratischem Hintergrund wurde als reine Wissenschaftlerin vorgestellt – und damit als gleichsam unparteiische Stimme. Was folgte, war eine parteiische Druckbetankung zum Nachteil der AfD und der Demokratie.
Küpper rät der CDU, die Brandmauer unbedingt aufrechtzuerhalten, auch und gerade in Sachsen-Anhalt nach der Wahl.
Das ist ein seltsames Argument: Die Mehrheit werde nicht die AfD wählen? Das gilt für jede Partei unterhalb der 50-Prozent-Marke. In Sachsen-Anhalt werden sich aller Voraussicht nach die meisten Menschen für die AfD entscheiden. Küppers Hinweis, der relative Wahlsieger habe die absolute Mehrheit gegen sich, ist eine Binse. CDU, SPD, Grüne und Linke haben in Sachsen-Anhalt jeweils mehr Menschen gegen sich als die AfD.
Worin liegt laut Küpper der Sinn einer Brandmauer?
Die Brandmauer, heißt das, soll den Bürger disziplinieren. Das ist nicht der Sinn der Demokratie. Und schon gar nicht soll in einer Demokratie durchgesetzt werden, „was angesagt ist“. Das aber wünscht sich die SPD-nahe Expertin Küpper.
Nationalsozialistisches Kopfkino
Wenn Beate Küpper von der AfD redet, wirft sie das nationalsozialistische Kopfkino an. Sie spricht von Auschwitz. Sie sagt, man wisse aus der Geschichte ja, „wie es laufen kann“. Sie assoziiert die Aussonderung des sogenannten lebensunwerten Lebens unter den Nationalsozialisten.
Wer die AfD wählt, muss damit rechnen, dass es ihm als Senior im Rollstuhl an den Kragen geht? Dieses groteske Szenario entwirft die Deutschlandfunk-Expertin. Um all das zu verhindern, müsse die Anti-AfD-Brandmauer auch dann gelten, wenn in einer Gemeinde über ein neues Schwimmbad abgestimmt wird. Fordert die Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen.
Wenn der Deutschlandfunk über die AfD reden lässt, kann die Moral also lauten: Der Faschismus steht vor der Tür, wenn in Hintertupfingen mit AfD-Stimmen ein Schwimmbad neu gefliest wird. Das ist in seiner Hysterie nur mehr komisch.
Der Deutschlandfunk und seine Expertin aber meinen es ernst. Und genau das ist das Problem.
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Alexander Kissler
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