Berlin feiert „Tag gegen Islamfeindlichkeit“: Wo bleibt der Tag gegen Christenverfolgung?
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Emanuela SutterBerlin hat einen neuen Gedenktag: den „Tag gegen Islamfeindlichkeit“. SPD und CDU wollen damit ein Zeichen gegen „antimuslimischen Rassismus“ setzen. Die Realität zeigt ein anderes Bild: Jugendklub-Mitarbeiter decken einen mutmaßlichen muslimischen Sexualstraftäter, anstatt das Opfer zu schützen, nicht-muslimische Kinder werden gemobbt, weil sie während des Ramadan Pausenbrote essen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Hassverbrechen auf Christen in Deutschland an. Das zeigt: Es braucht endlich einen Tag gegen Christenfeindlichkeit.
Mit einem neuen Gedenktag hat die Berliner Politik ihre Bürger einmal mehr zwangsbeglückt. Der 15. März ist in der Bundeshauptstadt nun offiziell der „Tag gegen Islamfeindlichkeit“. Vergangenen Sonntag wurde er zum ersten Mal gefeiert. Vorangetrieben wurde die Idee maßgeblich von der Berliner SPD, allen voran von Cansel Kiziltepe, Berliner Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Doch auch die CDU war beteiligt: Ein entsprechender Antrag vom September 2025 wurde auch von den Christdemokraten der Hauptstadt mitgetragen. Der Berliner Senat will mit dem Tag ein „ein klares Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus“ setzen.
Mitarbeiter gehen nicht zur Polizei aus falscher Toleranz
Das Gedenken klingt wie Hohn, denkt man an den jüngsten Vorfall in einer staatlich betriebenen Jugendeinrichtung in Neukölln. Vergangene Woche wurde bekannt, dass eine 16-jährige türkische Kurdin dort über Monate von einer Gruppe arabischstämmiger Jugendlicher mutmaßlich sexuell missbraucht wurde. Die Sache drang erst jetzt an die Öffentlichkeit, denn: Die Mitarbeiter des Jugendzentrums weigerten sich, die Verbrechen anzuzeigen. Der Grund klingt ungeheuerlich: Laut Bild- und Tagesspiegel-Recherchen deckten Mitarbeiter die muslimischen Tatverdächtigen, um sie vor möglicher „Stigmatisierung“ und pauschalen Zuschreibungen wie „typisch Muslime“ zu bewahren.

In diesem Neuköllner Jugendklub wurde eine 16-Jährige über Monate von arabischstämmigen Moslems mutmaßlich sexuell missbraucht.
An die Berliner SPD und CDU lässt sich da nur die Frage richten: Gehört der Schutz muslimischer mutmaßlicher Sexualstraftäter zum Kampf gegen „antimuslimischen Rassismus“?
Lehrer traut sich scheinbar nicht, muslimische Schüler zu tadeln
An der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve wurden laut einem Bild-Bericht nicht-muslimische Schüler von muslimischen gemobbt, weil sie während des Ramadan nicht fasteten. Fastende Schüler drängten ihre Klassenkameraden sogar dazu, ihre Pausenbrote in der Mülltonne zu entsorgen und ebenfalls zu fasten. Ein Mädchen wandte sich daraufhin an einen Lehrer jener Schule, bei der laut Website „Vielfalt nicht nur ein Regenbogen an der Wand, sondern deine Freiheit, unsere Toleranz und gegenseitiger Respekt“ ist. Doch statt die muslimischen Schüler zu maßregeln und zu mehr Toleranz aufzurufen, riet er den nicht-fastenden Kindern, sie sollten sich „beim Essen wegdrehen“. Liebe Berliner SPD- und CDU-Fraktion, ist das Vorgehen des Lehrers auch ein „klares Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus“?
Laut Erzählungen zweier Mütter habe es an der Schule keine gemeinsame Weihnachtsfeier gegeben, sehr wohl aber eine Einladung zum gemeinsamen Fastenbrechen.
Es gibt keinen „antimuslimischen Rassismus“
„Antimuslimischer Rassismus“ ist eine typisch linke, populäre Wendung. „Rassismus“ richtet sich gegen Ethnien und Herkunft – der Islam ist aber eine Religion. Muslime sind keine „Rasse“. Insofern ist es falsch und irreführend, von „antimuslimischem Rassismus“ sprechen. Von linken Aktivisten ist man die Verwendung hohler Schlagwörter gewohnt – wenn aber auch Politiker anfangen, diese zu gebrauchen, absichtlich oder unbeabsichtigt, wird es gefährlich.
Der „Tag gegen Islamfeindlichkeit“ ist keine SPD-Erfindung. Bereits 2022 deklarierte die UN-Vollversammlung den 15. März als „Internationalen Tag zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit“.
Gedenktag spielt politischem Islam in die Hände
Die oben genannten Beispiele sind nur der Gipfel des Eisbergs und zeigen: Der Islam wird in Deutschland hofiert. Gedenktage wie der jetzt in Berlin eingeführte 15. März spielen dabei dem politischen Islam in die Hände. Islamistische Gruppen wie Milli Görüş oder DITIB reiben sich die Hände. Diese warten nur darauf, dass sich der Mythos der „Islamfeindlichkeit“ und des „antimuslimischen Rassismus“ in den Köpfen der Allgemeinheit verankert, damit sie noch mehr Macht und Einfluss in Politik, Vereinen und Lobbygruppen erhalten.
Man fragt sich im Zuge der Einführung dieses unseligen Gedenktages: Wann gehen Christen eigentlich auf die Barrikaden und fordern lautstark einen Gedenktag gegen Christenfeindlichkeit? So einer existiert in der UNO nicht.
AfD forderte bereits 2023 Tag gegen Christenfeindlichkeit
Die AfD hatte einen solchen Gedenktag bereits 2023 im Bundestag beantragt. Als Datum nannte sie den 15. Februar – den Tag, an dem die Terrormiliz „Islamischer Staat“ 2015 ein Video veröffentlichte, das die Enthauptung von 15 koptischen Christen zeigte.
Sämtliche anderen Parteien, auch die CDU/CSU, lehnten den Vorstoß ab. Zur Begründung hieß es, die AfD instrumentalisiere das Leid verfolgter Christen und schüre Islamfeindlichkeit. Die FDP und die Linke argumentierten, dass der Antrag der Religionsfreiheit schade. Diese Bedenken haben die Berliner Fraktionen anscheinend nicht, wenn es um die Durchsetzung eines Gedenktages gegen Islamfeindlichkeit geht.
Christen sind weltweit die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft. In Europa nehmen Hassverbrechen und Diskriminierung gegen Christen und ihre Einrichtungen seit Jahren zu. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2024 laut Polizeistatistik 337 christenfeindliche Straftaten verübt – rund 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

2022 wurden linksextreme Parolen an die Mauern der Sacrower Heilandskirche in Potsdam gesprüht.
„Es gibt mittlerweile eine breite gesellschaftliche Grundströmung christenfeindlicher Einstellungen“, sagt Anja Tang, die Leiterin der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC Europe) in einem Welt-Interview. Mit Verweis auf den Religionssoziologen Detlef Pollack erklärt sie, antireligiöse Tendenzen hätten in der Bundesrepublik insbesondere in den vergangenen 15 Jahren stark zugenommen.
In Österreich gibt es eine Meldestelle gegen Christenfeindlichkeit
In Österreich haben engagierte Bürger bereits eine Meldestelle gegründet: Auf der Plattform „Christenschutz“ können christenfeindliche Angriffe anonym gemeldet werden, um Fälle zu dokumentieren und die Öffentlichkeit auf das zunehmende Problem der Christenfeindlichkeit aufmerksam zu machen. Das sollte sich Deutschland zum Vorbild nehmen: Neben einem Gedenktag für Christenfeindlichkeit bräuchte es auch hier dringend eine Meldestelle, bei der Christen Fälle von Ausgrenzung, Diskriminierung oder Vandalismus gegen Kirchen melden können.
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