Das sollen die besten Leute der CDU sein? Na dann, gute Nacht!
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Ben BrechtkenEnde 2024 hatte die CDU mehr als 360.000 Mitglieder. Kaum zu glauben, bei den Führungspersönlichkeiten der Partei, die ein erschreckendes Bild abgeben. Haben die Christdemokraten wirklich nichts Besseres zu bieten als ein Gruselkabinett der Negativselektion?
„Die Krankenhäuser sind überlastet, Zusatzkapazitäten werden geschaffen“, so Ulrich Stöckle, ein geschäftsführender Direktor in der Berliner Charité. Es geht um täglich circa 40 schwere Verletzungen, ein Berliner erlitt eine Querschnittslähmung. Verantwortlich dafür ist aber keine Pandemie, keine Serie von Terroranschlägen, keine gefährliche neue Krankheit, sondern Eis auf den Straßen. Eis im Winter. Mit diesem schwarzen Schwan konnte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner einfach nicht rechnen.
Die bewährte Methode gegen ausrutschende Personen im Winter, nämlich Streusalz, ist natürlich verboten, Umweltschutz geht vor Menschenschutz. Viel zu lange dauerte es, bis der hilflose Wegner für die Ausnahmegenehmigung sorgte. Bis dahin waren bereits über 100 Schwerverletzte und eben ein Querschnittsgelähmter zu beklagen. Opfer von teuer bezahlten Politikern – Kai Wegner erhält über 200.000 Euro pro Jahr – , von Politikern, die mehr Angst vor verletzten Quatschgesetzen haben als vor schwer verletzten Bürgern.

Tennisikone und Berliner CDU-Bürgermeister Kai Wegner musste erst seinen Senat anflehen, bevor in Berlin gestreut werden durfte.
Er hat es aber auch nicht leicht. Gerade erst erholte sich Herr Wegner vom anstrengenden Tennisspielen während eines historischen Stromausfalls, und dann muss er direkt dafür sorgen, dass Bürger den Bürgersteig benutzen können, ohne gebrochene Knochen zu riskieren? Ein wahrhaft unmenschlicher Druck, der auf unseren Politikern lastet. Auf zwei Krisen folgte zweifaches Versagen.
Als Versager muss er in der CDU zum Glück keine negativen Konsequenzen erwarten, schließlich reiht er sich in einen illustren Personenkreis ein, der an der bürgerlichen Selbsteinordnung der Partei erhebliche Zweifel lässt. Ein Blick auf die Führungspersonen der Partei jenseits von Friedrich Merz macht aus den Zweifeln traurige Gewissheit.
Wegner ist nur die Spitze des Eisbergs
Der Bürgermeister Schleswig-Holsteins, Verzeihung, der Ministerpräsident Daniel Günther, steht seinem Kollegen in nichts nach. Träume von einem staatlichen Vorgehen gegen NIUS, einer Koalition mit der Mauermörderpartei ausgerechnet in Ostdeutschland und einer Ankettung der Christdemokratie an die linksgrüne Konkurrenz sind sein Markenzeichen. Günther dient nicht dem Bürger, er dient dem Staat und damit sich selbst. Denn der Staat, das ist er selbst, glaubt er zumindest. Ihm fehlt jegliches Gespür für die Gefahren staatlicher Übergriffigkeiten, hemmungslos fordert er Regulierungen und Verbote. Die vergangenen Kämpfe für die Impfpflicht und die staatliche Lenkung privater Heizungen sind dafür Beweis genug. Wenn Kai Wegner noch mit Tollpatschigkeit verteidigt werden kann, ist Günther aktiver Kämpfer für den Orwell-Staat.
Mit dem nächsten Landeschef der Partei wird es nicht besser. Dem Thüringer CDU-Chef Mario Voigt wurde frisch die Doktorarbeit aberkannt, normalerweise ein politischer Todesstoß. Nur die diesjährige Landtagswahl und sein aussichtsloser Kampf gegen Björn Höcke sorgen dafür, dass er medial, von linken Parteien und parteiintern mit Samthandschuhen angefasst wird. Das einzige Nichtabstoßende an dem Vorgang: Bald kann der Wähler entscheiden, ob er einen Lebenslauf-Klempner für die Flucht aus der Verantwortung, die Rücktritt lauten würde, belohnen oder bestrafen möchte.
Hendrik Wüst als CDU-Politiker zu bezeichnen, ist eigentlich eine Beteiligung an seinem Täuschungsmanöver. Er ist in erster, zweiter und dritter Linie Politiker, das Parteibuch ist Nebensache. Hätten SPD oder Grüne bessere Karrierechancen versprochen, wäre er als junger Mensch dort eingetreten. In einer 57 Minuten langen WDR-Doku aus dem Jahr 2024 über ihn sind politische Inhalte selbst mit einem Mikroskop nicht auffindbar. Er ist die männliche Angela Merkel, wobei selbst Merkel vor ihrer Kanzlerschaft für Inhalte stand.
Genauso inhaltsbefreit ist Thorsten Frei, der Kanzleramtsminister von Friedrich Merz. Unbegreiflich, warum er regelmäßig in Talkshows sitzt. Keine Silbe an Erkenntnisgewinn wurde je von ihm gehört. Ein blasser Repräsentant einer inhaltlich blassen Partei. Blass ist dabei noch das geringere Übel.
Hören die relevanten Parteipersönlichkeiten nämlich auf, blass zu sein, wird es schnell freiheitsfeindlich. Karin Prien, die Bundesbildungsministerin, finanziert immer noch extrem linke NGOs mit Steuergeld. Beispielsweise eine IDA-Publikation, die „rechts“ mit „rechtsextrem“ gleichsetzt. Die Definition von „Rechts“ lautet dort: „ist ein Sammelbegriff für Vorstellungen, die gegen die Gleichwertigkeit der Menschen von einem Recht des Stärkeren ausgehen und die Menschenwürde von Minderheiten und Schwächeren nicht anerkennen.“
Irgendjemand muss der Dame, die aus irgendeinem Grund für Bildung zuständig ist, mal beibringen, dass die CDU die längste Zeit ihrer Geschichte eine klar rechte Partei war. Natürlich würde Prien genau wie Günther am liebsten staatlich gegen NIUS vorgehen, damit sie weiter ungestört linken Aktivisten Geld zuschieben kann.

Der vom Familienministerium finanzierte Leitfaden setzt Rechte mit Rechtsterroristen gleich.
Was ist los?
Was ist nur in der Christdemokratie los? Über 360.000 Mitglieder, von denen zumal die meisten mit beiden Beinen im Leben stehen dürften, anders als bei anderen Parteien. Über 360.000 Mitglieder, von denen die meisten ideologisch klar bürgerlich aufgestellt sein dürften. Und das sollen die besten Leute der CDU sein? Gute Nacht.
Wir erleben eine Negativselektion im Endstadium. In einer angeblich bürgerlichen Partei werden die unbürgerlichsten Personen und die leistungslosesten Lebensläufe nach oben gespült. Wenn auch kein neues Phänomen oder exklusives Problem der CDU, ist das durch die Bank weg gruselige Führungspersonal ein Armutszeugnis.
Etwas vernünftigere Politiker wie Katherina Reiche, die gelegentlich kluge Sätze von sich gibt, ändern nichts an der realen Politik, weil sie entweder vom Koalitionspartner oder von der eigenen Partei zurückgehalten und übertüncht werden.
Das Gesamtbild resultiert in einer erschreckenden Botschaft: Nach Friedrich Merz wird es nicht besser, sondern schlimmer. Günther, Frei, Wüst, Wegner, Prien, Voigt, das ist keine Sammlung von Politikernamen, das ist eine Untergangsprophezeiung für die gefährlich nahe am Status einer ehemaligen Volkspartei wandelnde CDU.
Mehr NIUS: CDU-Familienministerin Karin Prien finanziert linksextremen geheimen Anti-NIUS-Workshop
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