Bundestag: Linke Politiker relativieren Pornoskandal an sächsischer Schule
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Am Donnerstagnachmittag fand im Bundestag eine Aktuelle Stunde zu dem Pornoskandal an einer sächsischen Schule statt. Angemeldet wurde die Debatte von der AfD-Fraktion. Hintergrund des Skandals: Im Rahmen eines Projekts der Amadeu Antonio Stiftung zeigten Mitglieder der sozialistischen Gruppe „Die Falken“ Kindern homopornografische Bilder. Für linke Politiker scheint das Thema jedoch nur eine „Lappalie“ oder gar „bedeutungslos“ zu sein – Abgeordnete der SPD, Linken und Grünen relativierten den Vorfall.
NIUS dokumentiert die brisantesten Aussagen.
SPD: „Lappalie“
Der SPD-Politiker Felix Döring erklärte eingangs, dass die Amadeu Antonio Stiftung, „die Falken“ und auch das Buch mit dem pornografischen Inhalt, der den Kindern gezeigt wurde, der AfD jeweils ein „Dorn im Auge“ seien. Und resümiert: „Deswegen melden Sie zu dieser Lappalie hier völlig unnötigerweise eine Aktuelle Stunde im Deutschen Bundestag an. Die Frage, die mich aber wirklich beschäftigt, ist: Warum kriegen Sie denn eigentlich immer diese Schnappatmung, sobald Sie mit Begriffen wie Gender oder queer konfrontiert werden? Und vor allem: Wie kann man ihnen helfen?“
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Auch Helge Lindh (SPD) äußerte sich. Er warf der AfD vor, den Vorfall auszunutzen, um zu verhindern, „dass außerschulische Bildungsangebote in die Schulen kommen“. Der AfD-Politiker Martin Reichardt konfrontierte Lindh damit, dass dieser als „Betroffener“ spreche, da Lindh laut seiner Vita ebenfalls Mitglied „der Falken“ war. Weiter erzählte Reichardt von seiner sozialdemokratisch geprägten Kindheit, in der er selbst an einem Falken-Sommerlager teilnahm. Dort sollen laut Reichardt Kondome verteilt worden sein, auch an den damals elfjährigen zukünftigen AfD-Politiker.
„Wenn Sie mit elf Jahren sexuelle Kontakte haben wollten, dann lieber geschützt als ungeschützt“, erklärte darauf Lindh.
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Linke: „bedeutungsloser Fall“
Der Linkenpolitiker Maik Brückner relativierte den Skandal als „Lokalmeldung“, aus der die AfD ein „plumpes Propagandamärchen“ zusammenspinne, weil „queer draufsteht“. „Sie benutzen diesen bedeutungslosen Fall für ihre großangelegte Strategie, Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen mundtot zu machen“, so der Abgeordnete mit den Ohrringen.
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Grüne: „keinerlei Versagen“
Die transsexuelle Grünen-Politikerin Nyke Slawik sah beim Umgang der Verantwortlichen mit dem Skandal „keinerlei Versagen“. „Es wurde ein Fehler an einer Schule in einem Workshop begangen. Es ist den pädagogischen Fachkräften aufgefallen. Die Stiftung hat sich entschuldigt, die Schule hat sich sofort gekümmert, alle entsprechenden Behörden sind tätig geworden. Also es liegt hier keinerlei Versagen irgendwo vor. Es kommt manchmal zu Fehlern“, so Slawik. Auch sie warf der AfD eine Instrumentalisierung des Falls vor.
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Worum geht es bei dem Skandal?
An der Oberschule im sächsischen Schleife wurde eine geplante Projektwoche nach dem ersten Tag abgebrochen, nachdem Eltern massiv protestiert hatten. Zwei externe Aktivisten, die sich als „nonbinär“ bezeichneten und zum Theaterprojekt „Mut!“ gehörten, hatten eine 9. Klasse ohne Aufsicht unterrichtet. Inhalte und Ablauf des Projekts waren zuvor nicht mit den Eltern abgestimmt worden. Inzwischen ist auch klar, woher die Pornobilder stammen, die sie den Schülern der Klasse gezeigt haben sollen: aus einem queeren Buch mit dem Titel „Whatever the fuck you want“. Verantwortlich für die Durchführung ist laut der Amadeu Antonio Stiftung die Organisation „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“, konkret deren Landesverband Berlin.
NIUS hat mit einer betroffenen Schülerin gesprochen. Sie berichtet von einem Projekt, das ohne transparente Vorbereitung stattfand, von fragwürdigen Übungen im Wald und von Materialien, die homosexuelle Pornografie zeigten.
Im Interview mit NIUS erklärte ein Vater, was seine Tochter bei dem von der Amadeu Antonio Stiftung finanzierten Projektkurs erleben musste und wen er für die Situation verantwortlich macht.
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Amir Makatov
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