Linke kritisieren, dass Weimer linksextreme Buchhandlungen nicht fördern möchte – Radikale prämiert er trotzdem
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Jens WinterLinke wimmern, weil Kulturstaatsminister Weimer es wagte, von über 100 Preisträgern beim Buchhandlungspreis drei wegen Verdachts auf Linksextremismus zu streichen und nicht mit Steuergeld zu fördern. Linksradikale Buchhandlungen prämiert er trotzdem.
Jeweils mindestens 7.000 Euro erhält der Großteil der im Rahmen des Deutschen Buchhandlungspreises prämierten Buchhandlungen. Über 100 Geschäfte prämiert Kulturstaatsminister Wolfram Weimer dieses Jahr.
Weil Weimer die drei linksextremen Buchläden „Schwankende Weltkugel“, „The Golden Shop in Bremen“ und „Rote Straße“ von der Liste strich, gibt es nun einen linken Aufschrei. Der kulturpolitische Sprecher der Grünen, Sven Lehmann, spricht von „politischer Willkür“. Weimers Verhalten wäre „autoritär“. Die SPD-Bundestagsfraktion beruft „kurzfristig“ ein „Fachgespräch über Freiheit in der Kultur“ ein. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, Weimers Verhalten wäre „schädlich“. Die Buchhandlungen kündigten eine Klage an.
Die ausgeschlossene Göttinger Buchhandlung „Rote Straße“ hat den roten Kommunistenstern dabei schon im Logo. Sie nennt sich selbst „roter Buchladen“. Branchenseiten bewerben sie mit einem Antifa-Poster mit dem Schriftzug „Antifa Area – No Cops, no Nazis“ – auf eine NIUS-Anfrage, ob die Buchhandlung dies störe, antwortet sie nicht. Dem seit 1972 bestehende Laden wird zudem eine „Rolle im Kommunikationsnetzwerk der RAF“ nachgesagt, wie die FAZ berichtet. Jürgen Trittin von den Grünen nennt die „Rote Straße“ in einer Kritik an Weimer trotzdem eine „Institution“.

Die Göttinger Buchhandlung „Rote Straße“ ist auf Branchenseiten mit dem Poster „Antifa Area“ beworben.
Ausgeschlossene Buchhandlung bewirbt offen Terroranleitung
Die linksextreme, ebenfalls von Weimer ausgeschlossene Berliner Buchhandlung „Schwankende Weltkugel“ bewirbt offen Bücher mit Antifa-Logo und Ratschlägen für Linksterrorismus, wie „Tipps & Tricks für Antifas & Antiras“ vom linksextremen Unrast Verlag. Die Antifa-Gruppe „North East Antifa“ gibt den Buchladen außerdem als ihre Postadresse an. Bei einer mit Boxhandschuhen beworbenen Aktion im Jahr 2022 „gegen Frauenfeinde“ und Trump erklärt sie, man könne sich „Sticker, Poster und Aufrufe“ in der „Schwankenden Weltkugel“ holen.

Die „Schwankende Weltkugel“ aus Berlin bewirbt unter der Rubrik „Antifaschismus“ Terroranleitungen für Schüler.
Die linksradikale Buchhandlung „The Golden Shop“ aus Bremen mobilisiert zu Demos mit der Antifa gegen die AfD, wie zum Parteitag in Riesa. Linksextremisten errichteten dort Straßenblockaden und -sperren und verhielten sich wie eine Miliz. An der Fassade der Buchhandlung steht das Graffiti „Deutschland verrecke bitte“.
Ausgerechnet der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), der sich in einer Koalition mit der Linkspartei befindet, welche Linksextremisten ins Bremer Verfassungsgericht verhalf, zeigt sich „sehr irritiert“ über den Ausschluss. „Wir leben in einem Rechtsstaat“, sagt er, „und es ist ein schmaler Grat zwischen Meinungsfreiheit und Zensur.“ Er fordert, dass der linksradikale Buchladen hätte angehört werden müssen.

An der Fassade der Bremer Buchhandlung „The Golden Shop“ steht „Blutsverwandtschaft ist eine Geisteskrankheit“.
Preisträger solidarisieren sich mit linken Gewalttätern
Auch unter den über 100 prämierten Buchhandlungen, an deren Förderung Kulturstaatsminister Weimer festhält, befinden sich linksextreme Geschäfte. Die queer-extremistische Buchhandlung „Glitch“ aus München solidarisiert sich offen mit linken Gewalttätern der Antifa, wie der Hammerbande. Zudem ruft sie zu Antifa-Demos auf. Zuerst hatte hierüber das Magazin Freilich berichtet.

Die Buchhandlung „Glitch“ aus München solidarisiert sich mit den linken Gewalttätern der Hammerbande.
Die „queere“ Buchhandlung „Prinz Eisenherz“ aus Berlin bekennt sich offen zur linksradikalen „Progressive Pride“-Fahne. Die kinderschädliche Ideologie möchte Sexualität an Kinder herantragen, leugnet biologische Fakten und bereitet Pädophilie den Weg.
Andere Preisträger wiederum geben Anlass zur Vermutung, dass Weimer – anders als behauptet – mit dem Buchhandlungspreis nicht „Vielfalt“ fördert. Die Buchhandlung „Cardabela“ aus Mainz macht beispielsweise parteipolitische Veranstaltungen mit der Linkspartei und solche, die sich kritisch mit der AfD auseinandersetzen. Eine Buchhandlung, die Veranstaltungen mit der AfD macht und sich kritisch mit der Linkspartei oder den Grünen auseinandersetzt, findet sich unter den Preisträgern hingegen nicht.

Die Berliner Buchhandlung „Prinz Eisenherz“ verbindet die sexualisierte „Progressive Pride“-Ideologie mit Kindlichkeit.
Schon beim Deutschen Verlagspreis letztes Jahr hatte Kulturstaatsminister Weimer zahlreiche linksextreme Verlage mit Steuergeld gefördert. Eine Überprüfung hatte er damals – trotz vorliegender Beweise – kategorisch ausgeschlossen. Mittlerweile hat ein Autor des Hauptpreisträgers (50.000 Euro) zu Anschlägen aufgerufen.
Die Hauptpreisträger des Deutschen Buchhandlungspreises lässt Wolfram Weimer auf der Leipziger Buchmesse am 19. März bekannt geben. Fünf „besonders herausragende“ Buchhandlungen erhalten 15.000, drei „beste Buchhandlungen“ 25.000 Euro Steuergeld.
Mehr NIUS: „Feministisch morden“: Diese Parole finanziert die Bundesregierung mit 50.000 Euro
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