Die Unbeliebtheit von Friedrich Merz sprengt alle Rekorde: Der Kanzler schadet dem Land
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Nur Friedrich Merz ist unbeliebter als Friedrich Merz. Sobald Merz ein neues Tief in seinem Ansehen erreicht hat, kann man die Uhr danach stellen: Der Kanzler wird das Tief bald unterbieten. Merz spielt in seiner eigenen Liga. An Herablassung, Opportunismus und Großspurigkeit kann ihm niemand das Wasser reichen.
Auch die jüngsten Versuche, mit der Ankündigung eines Reformpakets Entschlossenheit zu simulieren, zeigen nur eines: Merz kann es nicht. Die Unbeliebtheit des Kanzlers ist hart erarbeitet und wohlverdient.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Unbeliebter als Scholz am Tiefpunkt
Merz hat das negative Bild von sich in Stein gemeißelt. Von Tag zu Tag hagelt es Quittungen. Im Negativen ist Merz unwiderstehlich. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa ermittelte im Auftrag von RTL und ntv: 80 Prozent der Deutschen sind mit Kanzler Merz unzufrieden. Amtsvorgänger Olaf Scholz erreichte diesen katastrophalen Wert nie. Der SPD-Politiker wurde an seinem Tiefpunkt von 76 Prozent abgelehnt.
Auch das Institut Insa kommt für die Bild am Sonntag zu einem miesen Ergebnis: Demnach sind 70 Prozent der Befragten mit Merz unzufrieden. Auch im internationalen Vergleich ist Merz die Krone des Versagens nicht zu nehmen.
Laut dem Meinungsforschungsinstitut Morning Consult aus den USA löst Merz bei 76 Prozent der Bürger Unzufriedenheit aus. Das reicht für Rang 1 unter 24 demokratischen Staaten. Die Überschrift zur Meldung lautet bei Euronews: „Schockierende Zahlen: Kanzler Merz sogar unbeliebter als Trump und Erdoğan.“
Merz erwartet gute Laune
Ob 80, 76 oder 78 Prozent: Merz bringt die Menschen gegen sich auf. Er ist der Mann des Wortbruchs. Er ist ein Sendbote aus der Bonner Republik. Er fabuliert mit grimmiger Miene von der eigenen Pflicht und der Bringschuld der anderen. Er stelle sich der Verantwortung des Amtes – und im Gegenzug schuldeten die Bürger ihm gute Laune.
Merz ist der untalentierteste Alleinunterhalter der Geschichte. Er macht Menschen, die ihn bezahlen, für deren schlechte Stimmung verantwortlich. Merz ist ein Zirkusdirektor, der vom Publikum unterhalten werden will. Bei der Vorstellung einer Flickschusterei zu Spritpreisen und Strukturreformen sagte Merz:
Am 342. Tag seiner Kanzlerschaft kündigt Merz einen Kraftakt an. Am 342. Tag stellt er Reformen in Aussicht. Das ist die Krux eines Kanzlers, der am Amt hängt und an nichts sonst: Er hält Ankündigungen für Aktionen und die Abarbeitung der Tagesordnung für eine staatspolitische Großtat. Merz ist ein Mann, der das eigene Scheitern der Welt vorwirft. Und den wirtschaftlichen Niedergang einer schlecht gelaunten Nation.
Der schlecht gelaunte Herr Merz wirft den Deutschen schlechte Laune vor. Der Kanzler hält Reden mit Leichenbittermiene und beschwert sich, dass niemand applaudiert. Er nimmt es persönlich, dass niemand so munter ist, wie er es gerne wäre. Er dröhnt und schwadroniert, als stünde er an der Tafel einer kaiserzeitlichen Schule, vor sich ein Deutschland, das nur aus verzogenen Pennälern besteht.
Zuversicht, gute Stimmung, Grundoptimismus: Das sei doch nicht zu viel verlangt – denkt ein scheiternder Kanzler. Auf den Gedanken, dass die Politik seiner Regierung das Land in die Depression schickt, kommt Merz nicht. Fern ist ihm die Einsicht, ein Bundeskanzler sollte sich zuerst um die Bundesrepublik kümmern. Er lässt sich gern Außenkanzler nennen.
Das Grundgesetz kennt keinen Außenkanzler. Merz stolpert durch die Politik. Er ist zu Besuch in Deutschland. Er ist so stabil wie eine Wetterfahne und so verlässlich wie eine Wanderdüne. Er ist der gekränkte Notar des Niedergangs. Er flieht vor den Erwartungen, die er weckte. Er möchte von seinen gestrigen Aussagen verschont bleiben. Er spielt wirklich in seiner eigenen Liga.
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Alexander Kissler
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