Schulen laden die Antifa ein: So verstoßen sie gegen ihren Auftrag
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Schulen werden zu linken Erziehungsanstalten. Lehrer erziehen Schüler zu linken Staatsbürgern. Unterrichtsstunden werden freigeräumt, um Kindern und Jugendlichen antifaschistische Lektionen zu erteilen und vor Rechts zu warnen.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
So verstoßen die Schulen gegen ihren Auftrag. Sie sollen bilden, nicht indoktrinieren. Schüler sollen lernen, wie man selbständig denkt – nicht, wie man die Parolen antifaschistischer Wanderprediger nachplappert.
Gemeinsam „gegen Rechts“
An vielen Schulen ist es üblich geworden, ganze Klassenverbände zur linken Ideologisierung abzustellen. So geschah es jüngst an einer Freien Waldorfschule in Niedersachsen. Es hätte auch an einer anderen Schule in einem anderen Bundesland sein können.
Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr besuchten die Jahrgangsklassen 9 bis 13 geschlossen eine Lesung und ein Gespräch zur Frage, was man gegen Rechts tun könne. So steht es in einem Buch des geladenen Antifa-Aktivisten Jakob Springfeld. Es heißt: „Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen Rechts.“ Springfelds anderes Buch trägt den Titel: „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert.“
Das Weltbild der Antifa
Springfeld organisiert in seiner Heimatstadt Zwickau Demonstrationen gegen Rechts. Die Schulen öffnen ihm ihre Räume, lassen Unterricht ausfallen, damit er seine Botschaft in den Gehirnen von Kindern und Jugendlichen platzieren kann: Dass es vom rechten Denken zum rechtsextremen Handeln ein kleiner Schritt sei – und dass das Linke und das Demokratische Hand in Hand gingen.
Springfeld hat das Weltbild der Antifa und ein situatives Verhältnis zur Gewalt. Seine Hauptbeschäftigung sind Lesungen und Gespräche an Schulen. Das sagt er selbst, etwa Ende Januar im Podcast „Based“:
Die Demokratie, von der Springfeld redet, ist ein Kinderparadies für linke Aktivisten. In Springfelds Welt muss Demokratie immer gegen Rechts, nie gegen Links verteidigt werden.
An Schulen will er die Gründung von sogenannten Antidiskriminierungs-AGs vorantreiben und, so sagt er, Lehrkräften und Schulleitungen zur Hand gehen. In seinen Lesungen zieht Springfeld eine Linie von der Freiheit, rechts zu sein, zum Neo-Nationalsozialismus – hier im März 2025 bei der linken Berliner „tageszeitung“.
Solche Äußerungen sind von der Meinungsfreiheit gedeckt. Sie sollten aber nicht verwendet werden, um Schüler während der Schulzeit zu vereinnahmen, ja zu manipulieren. Solche Schulen, etwa die besagte Freie Waldorfschule in Niedersachsen, verstoßen gegen das Überwältigungsverbot. Meine Anfrage dazu blieb unbeantwortet.
Jakob Springfeld und die Gewalt
Erst recht disqualifiziert sich Springfeld für jeden Auftritt an Schulen durch sein situatives Verhältnis zur Gewalt. Nur aktuell mag Springfeld ausschließen, dass Linke zur Gewalt greifen. Springfeld hadert mit dem gegenwärtigen Zustand der Demokratie, er will die „Dinge am Istzustand irgendwie“ verändern, notfalls wohl auch mit Gewalt.
Noch also sei der Moment nicht gekommen, „auf das Mittel der Gewalt zurückzugreifen“, noch. Aber die „autoritäre Zuspitzung“ habe begonnen. Das heißt: Sofern sich die von Springfeld festgestellte rechte Zuspitzung fortsetze, wird wohl auch Springfeld eines Tages nicht vor Gewalt zurückschrecken.
Auch deshalb gilt: Antifa-Parolen haben an Schulen nichts verloren.
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Alexander Kissler
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