Trump liebt Vollmilch – bei uns haben Kinder Angst davor
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Adina AdlerIn den USA kehrt die Vollmilch in die Schulkantinen zurück – während selbige in Deutschland verpönt ist. Die Angst vor Kuhmilch geht um. Warum?
Präsident Trump hat den „Whole Milk for Healthy Kids Act“ unterzeichnet. Das Gesetz erlaubt es Schulkantinen im Rahmen des „National School Lunch Program“, künftig wieder Vollmilch und Milch mit einem Fettgehalt von zwei Prozent anzubieten. Zudem können Schulen milchfreie Alternativen bereitstellen, sofern diese den Nährwertstandards von Milch entsprechen.
Damit hebt Trump eine Regelung aus der Obama-Ära von 2012 auf, die in Schulkantinen ausschließlich fettarme oder magere Milchprodukte zuließ. Der Schritt fügt sich in die neuen Ernährungsrichtlinien für Amerikaner 2025–2030 ein, in denen Vollmilchprodukte erneut als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung vorgesehen sind.
German Angst vor Milch
Während anderswo wieder nüchtern über Ernährung diskutiert wird, greift in Deutschland eine ideologisch aufgeladene Verunsicherung um sich – und sie macht selbst vor Kindern nicht Halt. Immer häufiger wird ihnen eingeredet, Kuhmilch sei problematisch oder gar schädlich. Stattdessen sollen Hafer-, Soja- oder Mandelgetränke zur neuen Normalität werden, obwohl es sich dabei nicht um Milch, sondern um industriell verarbeitete Ersatzprodukte handelt.
Dass immer weniger Kinder mit klassischer Kuhmilch aufwachsen, hat dabei meist nichts mit tatsächlicher Laktoseintoleranz, anderen Unverträglichkeiten oder persönlichem Geschmack zu tun. Es ist das Ergebnis eines kulturellen Trends, der natürliche Lebensmittel moralisch abwertet und durch vermeintlich „bessere“ Alternativen ersetzt. Kuhmilch wird zunehmend stigmatisiert – nicht aus medizinischer Notwendigkeit, sondern aus ideologischer Überhöhung.

Die Klassiker der sogenannten Milch-Alternativen: Hafer- und Sojamilch.
Diese linksideologische Entwicklung kenne ich selbst nur zu gut. Es fängt schon bei der alltäglichen Kaffeebestellung im Café an. Ich werde gleich gefragt: „Mit welcher Milch denn?“ Meine Antwort, die auch vielen auf der Zunge liegt: „Mit ganz normaler bitte.“ Doch mit dieser Antwort fange ich mir entweder eine Belehrung darüber ein, wie viel besser Mandel-, Soja-, oder Hafermilch doch sei, oder gleich die Gegenfrage: „Was ist denn bitte normale Milch?“
Dass ausgerechnet Kuhmilch erklärungsbedürftig geworden ist, sagt viel über den kulturellen Klimawechsel aus. Nicht die Abweichung verlangt heute Rechtfertigung, sondern das Selbstverständliche.
Jeder soll trinken, was er will
Menschen und vor allem Kindern soll ein schlechtes Gewissen eingeredet werden, wenn sie normale Milch trinken. Das finde ich fatal. Ich denke, was Menschen seit Jahrtausenden ernährt, kann nicht ungesund sein. Christiane Brombach, Ernährungswissenschaftlerin und Professorin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft sagt der Neuen Züricher Zeitung: „Milch ist ein Naturprodukt. Das kann man nicht einfach nachbauen. Menschen trinken Milch seit Jahrtausenden. Nur etwa zehn Prozent vertragen keine Kuhmilch.“

Milchalternativen im Überblick: pflanzliche Drinks aus Hafer, Mandeln, Reis und Kokos.
In der Milch-Debatte geht es jedoch in erster Linie nicht darum, ob Kuhmilch gesund oder ungesund ist. Ich bin fest davon überzeugt: Es geht um den links-woken Wahn, der vor keinem gesellschaftlichen Bereich mehr Halt macht. Was ich esse, was ich trage, was ich kaufe, wie ich mich fortbewege, wo ich arbeite, die Art und Weise, wie ich lebe: All das wird kommentiert, diskutiert und verurteilt. Und das mache ich nicht mit. Vor allem, weil dieser Irrsinn schon bei den Kleinsten der Kleinen anfängt.
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