ZDF-Reporter Oliver Schmidt basht Trump und Amerika: Dieser Polit-Kommentar beim WM-Finale war eine Frechheit
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Ungefragt behelligt ZDF-Kommentator Oliver Schmidt Millionen Zuschauer, die sich auf das Finale der Fußball-WM freuen, mit seinen politischen Ansichten. Seine ständigen Sticheleien finden nur bei denen Anklang, die sich jeden Tag über Donald Trump aufregen können. Es nervt.
Oliver Schmidt hat Politikwissenschaften studiert, ist also ein politisch interessierter Mensch. Einer mit einem ausgesprochen negativen Bild von US-Präsident Donald Trump. Das darf er haben. Was er nicht dürfte: während des Finales einer Fußballweltmeisterschaft allen armen Teufeln, die kein WM-Abo bei Magenta abgeschlossen haben, seine Ansichten zur Politik penetrant ins Wohnzimmer tragen.
Genau das aber hat Oliver Schmidt getan. Vor, während und nach dem Spiel arbeitete sich der ZDF-Mann an Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino ab. Selbst während der Musik-Acts in der Halbzeit-Show oder während der Rede von Tom Cruise textete er die 17,36 Millionen Zuschauer zu, als würden sich die Fußballfreunde für seine Meinung zu Madonna interessieren.
„Einigkeit und Recht und Freiheit – und vor allem: Vielfalt“
Wie Schmidt politisch tickt, der seit mehr als 30 Jahren für das ZDF im Einsatz ist – unter anderem war er Leiter des Teams der Sendung „Das aktuelle Sportstudio“ –, wurde der Öffentlichkeit spätestens beim Eröffnungsspiel der Europameisterschaft 2024 bewusst, als er beim Abspielen der deutschen Hymne den Text von Hoffmann von Fallersleben kurzerhand erweiterte: „Einigkeit und Recht und Freiheit – und vor allem: Vielfalt“, dichtete Schmidt ganz im Sinne des links-grünen Establishments und seines Senders hinzu.
Mit der Vielfalt war es bei den WM-Finalisten Spanien und Argentinien allerdings nicht so weit her, bis auf jeweils einen Spieler der beiden Teams präsentierten sie sich durchgehend homogen. Das kann Schmidt nicht gefallen haben, aber wenigstens mit dieser Enttäuschung behelligte der Kommentator die ZDF-Zuschauer nicht.
Dafür nahm Schmidt die Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump im MetLife Stadium zum Anlass, Millionen Zuschauern mitzuteilen, was er von ihm hält. Kaum war Trump mit einem Hubschrauber in East Rutherford vor den Toren New Yorks gelandet, machte Schmidt so richtig Lust auf ein Fußball-Spektakel – auf seine Weise: „Deshalb: Vergessen Sie die schnöden Trinkpausen oder unmoralische präsidiale Anrufe …“

Hassobjekte des ZDF-Mannes: Donald Trump und Gianni Infantino
Zwanghafte Schmähungen
Als Hüter der Moral meinen sich jetzt offenbar schon Fußball-Reporter aufspielen zu müssen. Was Schmidt „unmoralisch“ (statt einfach nur lächerlich oder auch skandalös) fand, machte er später gleich noch einmal zum Thema: Der US-Präsident hatte mit seiner Ehefrau Melania in der VIP-Loge bei FIFA-Präsident Gianni Infantino, der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum, dem kanadischen Premierminister Mark Carney und dem spanischen König Felipe VI. Platz genommen.
Letztere brachten Schmidts Blut jedoch nicht in Wallung. Fing die Kamera Trump und Infantino ein, geriet er hingegen in Fahrt: „Und da ist der US-Präsident und sein Telefonjoker, rechts, sein Lakai: Gianni Infantino.“ Damit ritt Schmidt zum x-ten Mal auf der – in der Tat peinlichen – telefonischen Intervention Trumps nach der Roten Karte für US-Star Folarin Balogun herum.
Später, wieder bei einem Kameraschwenk zur Ehrenloge: „Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Von der Macht fasziniert – und von sich selbst auch.“ Als wollte man bei einem Fußball-WM-Finale, das nur alle vier Jahre stattfindet, wissen wollen, was Oliver Schmidt über Infantinos und Trumps Ego denkt. In der Loge ist Trump auch zu sehen, wie er – Unverschämtheit! – den Pokal berührt. Schmidt: „Und das ist der Verstoß gegen alle Regeln, wenn der WM-Pokal extra dem Präsidenten auf den Schoß gelegt wird.“
Die ganze Zeit über war dem ZDF-Mann der Frust darüber anzumerken, dass US-Präsident und FIFA-Boss, die er beide verachtet, im Mittelpunkt des Welt-Events stehen, während ihm nichts anderes übrig bleibt, als aus seiner Kabine heraus in Richtung der Großkopferten zu meckern.
Intervention bei Tom-Cruise-Rede
Der offenbar an Logorrhoe leidende Schmidt musste auch in die – ja doch: überlange – Halbzeitpausen-Show hineinquatschen. Madonnas Fahrt durch die Katakomben inspirierte ihn zu der Überlegung, sie könne doch eigentlich gleich auf den Platz fahren, der Rasen sei nicht mehr schlechter zu machen. Am Rasen arbeitete sich Schmidt – wie auch Christian Streich im Studio – immer wieder ab, nach dem Motto: Show können sie, die Yankees, aber einen ordentlichen Fußballplatz kriegen sie nicht hin.
Dann hielt Hollywood-Star Tom Cruise eine sympathische Ansprache über das Völkerverbindende im Fußball, und auch hier meinte Oliver Schmidt, es komme nicht darauf an, zu sagen, was der Schauspieler vortrug, sondern darauf, in Echtzeit seinen Senf dazugeben, also „einordnen“ zu müssen: „Es sei die Anmerkung meinerseits erlaubt, dass es einen Teil der Welt gab, den die USA nicht ins Land gelassen hat. Wir denken an den somalischen Schiedsrichter Omar Artan, an die Schikanen gegen die iranische Nationalmannschaft und viele Fans, die draußen bleiben mussten.“
Strenge Visa- und Einreisebeschränkungen gab es tatsächlich – wegen politischer Spannungen zwischen den USA und dem Mullah-Regime. Da können Fußballfunktionäre nach Morddrohungen Irans gegen Trump natürlich Probleme bekommen. Aber für Sicherheitsinteressen der Amerikaner hat der deutsche TV-Reporter kein Verständnis. Fragt sich, auf wen sich das „wir denken“ bezog. Wahrscheinlich auf „wir Haltungsjournalisten“.

Trump und Infantino bringen den WM-Pokal auf den Rasen – schmerzhaft für Schmidt.
Pfiffe und Buhrufe – Musik in Schmidts Ohren
Schließlich ist das Spiel vorbei, Spanien ist verdient Weltmeister geworden. Aber die Emotionen des Oliver Schmidt, der sich Hoffnungen macht, eines Tages Elmar Theveßen zu beerben, gelten immer noch Trump und Infantino, die nun auf den Rasen gehen, wo bald die Siegerehrung stattfindet: „Und da sind sie also. Unter den Pfiffen des Publikums und unter den Buhrufen der Zuschauer: Donald Trump und Gianni Infantino.“ Pfiffe und Buhrufe, die Schmidt genießt, da muss man nicht, wie die Kollegen von der ARD-Tagesschau 2018, die Buhrufe „etwas lauter“ drehen.
„Und natürlich sind wir ein wenig gespannt, was US-Präsident Donald Trump und Best Buddy Gianni Infantino sich noch überlegt haben für diese Zeremonie. Also, der FIFA-Präsident hat ja 2018 schon mit Wladimir Putin gekuschelt …“: Der ZDF-Kommentator kann es nicht lassen.
Dann fällt ihm eine Formulierung aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ein: „Doppelpass mit der Doppelmoral“. Hihihi. Vor der Übergabe des WM-Pokals merkt Schmidt noch an: „Ich hoffe, sie geben die Bühne schnell frei.“ Trump photobombt allerdings, baut sich unmittelbar neben dem spanischen Team auf. Schmidt: „Und jetzt gib die Bühne frei. Bitte … Wer sagt’s ihm?“

Schmidt wird ungeduldig: „Und jetzt gib die Bühne frei.“
Oha: Trump hat es „nur ein klein bisschen“ versaut
Nach einigen Sekunden bewegt sich Donald Trump fort, triumphale Musik, Feuerwerk, goldener Konfettiregen. Und Schmidt hat immer noch nicht genug, quatscht weiter, um uns seine WM-Bilanz mitzuteilen: „Und sagen wir mal so: Donald Trump hat’s nicht versaut. Also, vielleicht ’n klein bisschen, aber nicht wirklich so schlimm wie von vielen befürchtet. Das ist dann vielleicht das versöhnliche Ende dieser dann doch auch sehr politischen Weltmeisterschaft.“
„Von vielen befürchtet“? Wohl von vielen beim Mainzer Sender. Eine Weltmeisterschaft ist nur so politisch, wie man sie macht. Und öffentlich-rechtliche Schwätzer wie Oliver Schmidt sind es, die das Event des beliebtesten Sports weltweit permanent politisieren, vom ersten Tag des Turniers an. Auf das Bedürfnis von Sportfreunden, wenigstens bei Fußballübertragungen vom üblichen linken Propaganda-Stuss des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verschont zu werden, wird keine Rücksicht genommen. Es nervt nur noch. Nächstes Mal Magenta.
Lesen Sie dazu auch: ZDF verpennt WM-Eröffnungsfeier, weil ihm Trump-Bashing und Werbung wichtiger sind
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