Die SPD liegt im Sterben: Nur die Brandmauer hält sie am Leben
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Die SPD legt sich zum Sterben hin. Auf die alte Tante wurden schon viele Nachrufe geschrieben. Diesmal ist es anders. Das Sterbeglöckchen läutet lauter von Wahl zu Wahl, von Umfrage zu Umfrage.
Umso gespenstischer ist die Verabredung, auf die man sich geeinigt haben will. Die gescheiterten Vorsitzenden Bas und Klingbeil sollen nicht weiter beschädigt werden. Nun komme es auf den Zusammenhalt an. Sollten diese Phrasen ernst gemeint sein, folgt daraus: Die SPD will nicht, dass es sie gibt. Die SPD des Jahres 2026 – das ist eine einzige politische Nahtoderfahrung.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Eine Partei als Kassengift
Liebe SPD: Niemand beschädigt euch, als ihr euch selbst. Niemand straft euch ab, als der Wähler. Ihr seid Kassengift geworden, politische Bückware, die längst aus dem Sortiment geflogen wäre, wäre sie, wärt ihr nicht so billig zu haben.
Momentan bringt die SPD 13 Prozent auf die Waage. Das sind seit dem historischen Tiefstand bei der letzten Bundestagswahl noch einmal 20 Prozent weniger. Ihr vergrault gerade die Treuesten der Treuen, die Traditionswähler.
An den Ämtern kleben
Die Überforderung trägt eure Züge, Lars Klingbeil, Bärbel Bas und Tim Klüssendorf. Ihr seid es, von denen die Wähler keine Scheibe vertrocknetes Brot mehr annehmen wollen. Und trotzdem klebt ihr an Ämtern, die ihr in den Orkus geritten habt? Trotzdem begehrt niemand laut auf: Lasst es bitte, Bärbel, Lars und Tim, ihr könnt es nicht!
Die sozialdemokratische Funktionärspartei nimmt den Titel eines Buches von Holger Fuß aus dem Jahr 2019 für bare Münze: „Vielleicht will die SPD gar nicht, dass es sie gibt.“ Sieben Jahre später wissen wir: Ja, genau so ist es.
Die ewige Krise
Die SPD ist zum Inbegriff einer Funktionärspartei geworden. Das Votum der Wähler, der Sympathisanten und Mitglieder kümmert sie nicht. Dort nämlich ist das Urteil klar. Laut ZDF-Politbarometer sagen 56 Prozent der SPD-Anhänger: Klingbeil und Bas schaffen es nicht, die SPD aus der Krise zu führen.
Nur 29 Prozent der SPD-Anhänger vertrauen dem Führungsduo. Und was sagen die Gescholtenen, über die der Stab längst gebrochen wurde? Augen zu und durch. Bei Lars Klingbeil klingt es so: Nun komme es auf das „Teamspiel“ an.
Die Führungsgremien stehen hinter den Gescheiterten, im Bund und auf kommunaler Ebene: So das Resultat eines Krisentreffens des erweiterten Präsidiums. Wer bitte schön, soll eine Partei ernst nehmen, die auf der Intensivstation liegt und jede lebenserhaltende Maßnahme ablehnt?
Wer will eine SPD ernst nehmen, die sich der arbeitenden Bevölkerung zuwenden will und die zugleich über dieses Krisentreffen in einem Deutsch berichtet, das niemand in der arbeitenden Bevölkerung verwendet?
Die SPD schreibt, in Berlin hätten sich eingefunden: „SPD-Bundesminister*innen, SPD-Ministerpräsident*innen, (...) SPD-Spitzenkandidat*innen sowie ausgewählte Vertreter*innen aus der SPD-Kommunalpolitik“. Wer so formuliert, will woke bleiben, auch wenn das Woke-Sein in den Untergang führt.
Klingbeil lobt die Migration
Wer bitte schön soll eine Partei ernst nehmen, die unverdrossen die Zuwanderung lobt, auch kontrafaktisch? Lars Klingbeil weiß natürlich als Finanzminister, wie sehr die ungeregelte Migration den Staatshaushalt und die Krankenkassen belasten. Aber er behauptet das Gegenteil.
Wer sozialistische Umverteilung will, wählt die Partei „Die Linke“. Arbeiter wählen die AfD. Die SPD wird nicht mehr gebraucht. Das ist das eine. Das andere ist der himmelschreiende Unernst von Bas, Klingbeil, Klüssendorf.
Man redet ständig von Bürgergeld und beschwert sich, als Partei des Bürgergelds wahrgenommen zu werden. Man redet ständig von Migration und beschwert sich, als Migrantenpartei wahrgenommen zu werden. Man gendert, ist queer und feministisch und beschwert sich, als Zentralorgan des Wokism wahrgenommen zu werden.
Die entkoppelte Funktionärspartei ist bisher nur als Funktionspartei dem Tod von der Schippe gesprungen. Nur die Brandmauer bewahrt die SPD vor der Irrelevanz. Bald werden beide Geschichte sein.
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Alexander Kissler
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