Die Kirchen wollen trotz hoher Austrittszahlen links und woke bleiben: So vertreiben sie den Glauben
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Der Abwärtstrend der Kirchen ist unaufhaltsam. Ihre Bedeutung schwindet, ihre Mitgliederzahlen kollabieren. Beides ist selbst verschuldet. Die Kirchensteuerkirchen halten fest an einem Kurs, der ins Abseits führt. Weg vom Geistlichen, hin zum Politischen. Weg vom Versöhnenden, hin zum Spaltenden.
Die neuen Austrittszahlen müssen ein Alarmsignal sein. Wenn die Kirchensteuerkirchen nicht umkehren, verdunstet das Christliche. Und das wäre weder für die Kirchen noch für die Gesellschaft eine gute Nachricht.
Die ganze Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Fünf Millionen Protestanten weniger
Die 20 evangelischen Landeskirchen haben seit 2015 knapp 22 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Obwohl in die Statistiken auch Todesfälle einfließen, ist das ein dramatischer Befund. In zehn Jahren sank die Mitgliederzahl um fast fünf Millionen Menschen. Den aktuellen Stand verkündet die EKD so:
Die Mitgliederzahl beträgt noch 17,4 Millionen. Neben der Zahl ist auf der entsprechenden Grafik in den sozialen Medien eine Frau im Talar zu sehen. Sie steht am Pult einer Kirche und hebt beide Hände. Darüber steht: „Evangelische Christ*innen in Deutschland“. Man sieht: Kirche ist dort, wo man gendert.
Sternchen für die linke Blase
Die Sondersprache legt unfreiwillig einen Grund für die Entfremdung offen: Wer das Sternchen-Deutsch verwendet, spricht nicht zum Volk, sondern zur linken Blase. Nur diese kleine Teilmenge ist der Adressat sehr vieler kirchlicher Aussagen.
Ein weiteres Beispiel: Die EKD will eine „rassismuskritische Kirche“ sein.
Wo die Kirche sich ein Adjektiv verpasst, ist sie keine Kirche mehr. Wenn es nicht reicht, Kirche zu sein, begibt man sich in die Fänge des politischen Tagesgeschäfts. „Rassismuskritische Kirche“ heißt ja: Ressourcen an entsprechende Aktivisten weiterreichen. Die Umwidmung von Kirchensteuermitteln kann viele Gesichter haben.
Die EKD fordert auch offiziell „gesonderte Empowerment-Räume für BI_PoC, in denen Erfahrungen ernstgenommen, Wissen geteilt und Handlungsmacht gestärkt wird“. Mehr Wortgeklingel, mehr linkes Aktivistendeutsch geht nicht.
BI_PoC steht übrigens für „Black, Indigenous People and People of Color“. Allein das Ansinnen, dieses Abkürzungskauderwelsch verstehen zu sollen, ist bizarr.
Ebenfalls wohlgelitten bei der EKD sind aktivistische Pfarrer wie Lena aus Berlin. Lena mit den bunten Haaren segnete schon vier Männer – als gäbe es eine Ehe zu viert. Die nicht-binäre Feministin kann „total gut aushalten“, dass Hinduismus und Christentum nicht in allen Punkten übereinstimmen. Fabelhaft!
Und damit zur katholischen Kirche. Bei den Katholiken sank die Mitgliederzahl seit 2015 um viereinhalb Millionen Menschen oder 20 Prozent. Der Rückgang ist kaum weniger dramatisch als der 22-prozentige Verlust bei der EKD. 307.000 Katholiken und 350.000 Protestanten traten 2025 aus der Kirche aus. Die Ökumene der Glaubensaustreibung funktioniert.
Katholische Bischöfe trommeln für mehr Migration und kämpfen gegen Rechts. Der sogenannte Flüchtlingsbischof aus Hamburg, Herr Heße, erklärte nun: „Syrer werden also auch in Deutschland dringend gebraucht.“ Kirchliche Einrichtungen, die für ihre Flüchtlings- und Integrationsarbeit entlohnt werden, bestätigen das gewiss.
Katholischer Singsang
Der künftige Münsteraner Bischof wiederum, der zugleich der katholischen Bischofskonferenz vorsteht, Herr Wilmer, flieht ins ölige Floskeltum. Heiner Wilmer palavert vom „Unterwegssein“, als habe er im Keller ein Liederbuch der 70er-Jahre entdeckt. Wer nach diesem bischöflichen Singsang keinen sofortigen Schlaf findet, der schläft nimmermehr.
Die Kirchensteuerkirchen haben verlernt, was eine Glaubensgemeinschaft ausmacht: Antworten geben, nicht immer nur Fragen stellen. Ein Ziel vor Augen haben, statt bloß unterwegs sein. Auch wer im Kreis läuft, ist unterwegs.
Wollen die Kirchensteuerkirchen wieder Kirchen werden, müssen sie genau zwei Dinge tun: Trost spenden im Diesseits und Hoffnung wecken auf ein erlöstes, ein ewiges Leben. Mehr Ostern wagen!
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Alexander Kissler
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